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Aktuelle Veranstaltungen am Institut für Medienkultur und Theater



#Hamlet|Komplex (19.6.2018)

19. Juni 2018, 18.00 Uhr, Diskussionsabend in der Außenspielstätte am Offenbachplatz des Schauspiel Köln

Der Eintritt ist frei.


Die Zeit ist aus den Fugen? Die Zeit ist aus den Fugen!Hamlets Feststellung scheint in unserer Zeit eine weit verbreitete Diagnose zu sein: So inszeniert sich Christian Lindner als liberal-melancholischer Prinz in Hamlet-Pose, während andere das vermeintliche Chaos als Legitimation für die eigene Selbstermächtigung halten. Was aber vermögen Kunst, Literatur und Theater tatsächlich, um der Gegenwart auf die Spur zu kommen? Hamlet war und ist ein Sehnsuchtsstück der Deutschen – ein Spiegel der Identitätspolitik und ein Mittel der Gegenwartsanalyse. Shakespeares Prinz ist ein viel zitiertes Prisma kollektiver Identität.
Im Gespräch mit

  • Beate Heine (Chefdramaturgin, Schauspiel Köln)
  • Habbo Knoch (Historiker, Universität zu Köln)
  • Peter W. Marx (Theaterwissenschaftler, Universität zu Köln) und
  • Elena Philipp (Journalistin, nachtkritik.de)

wollen wir Hamlets Reise bis in unsere Gegenwart verfolgen.
Das Gespräch moderieren Sascha Förster und Katharina Görgen. 

Mehr Informationen finden Sie auf: www.hamlets-reise.de

Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic

13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor)17. bis 19. September 2018, Universität zu Köln

 

Der Comic ist über Dekaden hinweg als populärkulturelles Massenphänomen wahrgenommen worden, das (geschlechter-)stereotype Darstellungen manifestiert und damit gesellschaftlich fest- und fortschreibt. So gehört etwa das Bild des besonders hilflosen, passiven, dafür aber umso attraktiveren weiblichen Opfers genauso zum Repertoire des Darstellungskanons wie die Repräsentation eines strahlenden, weißen, heterosexuellen, muskulösen Helden, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Welt und ihre Bewohner*innen vor unsäglichem Unheil zu bewahren. In diesem Sinne scheint sich der Comic also nicht zwingend von anderen (massen-)medialen Formen zu unterscheiden, die im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit eine Tendenz zur Verallgemeinerung und zum Klischee aufweisen. Auch die Reaktionen auf die weltweiten Anti-Comic-Kampagnen der 1950er-Jahre und die damit einhergehende Selbstzensur vieler Comicverlage verweisen aus historischer Perspektive exemplarisch auf heteronormative und oftmals xenophobe Tendenzen der massenmedialen Comic-Kultur, die sich lange in der Demographie ihrer Produzent*innen widerspiegelten. Als populäres und oftmals marginalisiertes Medium ist der Comic jedoch nie in dieser Rolle als (reaktionärer) Stabilisator aufgegangen. Vielmehr verfügt das Medium über eine gesellschaftspolitische Dimension, die Comic-Schaffende seit jeher dazu veranlasst hat, Zwischenräume kreativ zu nutzen, um (gesellschaftliche) Normen zu hinterfragen und zu unterlaufen.

Im Rahmen der 13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung wird diesem produktiven Potenzial des Mediums nachgegangen, indem verschiedene Formen der Zwischenräume und -töne im Comic, aber auch in seiner Produktion und Rezeption sichtbar gemacht werden. Im Vordergrund der sowohl international als auch interdisziplinären Tagungsbeiträge steht dabei die Frage, wie Geschlecht, Identität und Diversität in der sequenziellen Kunst dargestellt und verhandelt werden. Indem queer-feministische und intersektionale Perspektiven sowie Ansätze der Disability Studies mit aktuellen Ansätzen der interdisziplinären Comicforschung verbunden werden, wird das diskursive Ineinandergreifen und Zusammenwirken gesellschaftlich konstruierter identitäts- und differenzstiftender Kategorien wie Geschlecht, Sexualität, Alter, Klasse, Nationalität, Dis/Ability, Religion oder Ethnizität in den Fokus der Veranstaltung gerückt. Die Tagung soll so dazu beitragen, Ausschließungen, Machtstrukturen sowie (hetero-)normative Zuweisungen im Medium Comic aufzuspüren und ihre gesellschaftspolitische sowie mediale Form der (Re-)Produktion einer differenzierten Betrachtung sowie kritischen Analyse zu unterziehen.

Das Tagungsprogramm sowie alle weiteren Infos zur Anmeldung, Anfahrt und dem Sonderprogramm zu Tagung finden Sie auf der Homepage der Jahrestagung.

 

 

Ausstellung Medienapokalypsen (29.5.-30.9.2018)

Stehen wir vor dem Anbruch einer völlig anderen Welt?

Die Einführung neuer Medien war in der Geschichte immer wieder mit weit reichenden Hoffnungen und Ängsten verbunden: Erlaubt Schrift Kommunikation über weite Distanzen, oder provoziert sie Missverständnisse und sabotiert das Erinnerungsvermögen? Hat der Buchdruck im Europa seit der frühen Neuzeit politische Umstürzen begünstigt? Verspricht das Internet Demokratisierung oder Fake News und Populismus?
Das zwiespältige Wort Apokalypse gibt diese Ambivalenz wieder: Seit der Offenbarung des Johannes, die vom Weltuntergang träumt, meint es zugleich Weltuntergang und Offenbarung ... erfahren Sie mehr zur Ausstellung und zum umfangreichen Rahmenprogramm.

Alle Termine zur Ausstellung finden Sie hier im Flyer.

Veranstaltungsort

Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Universitätsstraße, 33, 50931 Köln

 

 

Gastvorträge im Seminar "Neuere Positionen zur Kritischen Theorie technischer Bildmedien" (6.6./4.7.2018)

Liebe Studierende,

am Mittwoch, 6. Juni, 14:00 - 15:30 Uhr wird Drehli Robnik (Wien) im Rahmen des Seminars »Neuere Positionen zur Kritischen Theorie technischer Bildmedien« einen Gastvortrag halten, zu dem wir Sie herzlich einladen möchten.

Der Gastvortrag findet im Raum S 26 (Seminargebäude) statt.

Außerdem möchten wir Sie direkt auf einen weiteren Gastvortrag im Rahmen des oben genannten Seminars aufmerksam machen und leiden: Am 4. Juli wird Linda Waack (Berlin) zum Thema "Kracauer über Krieg und Frieden" sprechen.


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Abstract zum Vortrag von Drehli Robnik (Wien):

»Nicht verlassen können: Film als Wahrnehmung/Maintenance von Kritik und Demokratie
(mit Bezug zu Dunkirk, Will Ferrell, Mad Max und v.a. Siegfried Kracauer)«

Nicht verlassen können – das ist in politischer Zuspitzung gleichbedeutend mit Kontingenz, in zweierlei Sinn: Einerseits ist es eine Stärke von Film und Kino, uns eine Wirklichkeit zu vermitteln, die unsicher ist, auf die wir uns also nicht verlassen können. Soweit eine verbreitete Haltung zu und mit Film, die mit dem Namen Siegfried Kracauer verbunden ist. Weniger naheliegend aber ebenso sinntragend (und ebenso Kracauerisch) ist die zweite Verständnisrichtung: das Nicht-verlassen-Können als die Nichtloswerdbarkeit von Zielen, Ideen, Projekten, von (lost) causes, die durch die Hintertür von Film-Wahrnehmungen wieder in unserer Erfahrung und Gegenwart, unvermeidlich in der unsicheren Wirklichkeit, ins Spiel kommen. Diese causes sind im Doppelsinn aufgegeben – verloren, aber unerledigt, nicht reduzierbar. Insbesondere causes von Demokratie und Gerechtigkeit abseits des Nationalen und Identitären.
Maintenance wäre ein weiteres Doppelwort für diese kritische Erschließung: als Festhalten, Nicht-Ablassen – als Wartung, Warten, mithin auch "Wahren" von Wahrheitsfähigkeiten (gerade im Zer- und Gestreuten). In diesem Sinn geht es beim Film um Wahrnehmung; diese ist Sinnlichkeit, aber auch Anerkennung – und vor allem ein Wahrnehmen von Chancen und Spielräumen, ein Investment, eine (Zu-)Wendung. Von der Wahrnehmung des Films her gesehen, ist Demokratie Erscheinung (wie in ästhetisierenden Politiktheorien) wie auch Wendung und Wartung von Einrichtungen (wie in Hegemonietheorien).
Das Nicht-verlassen-Können der Demokratie schlage ich vor wahrzunehmen und zu besprechen anhand von Momenten heutigen Mainstreamkinos: anhand der Selbstdurchkreuzung des Rasens in die Materie in Mad Max: Fury Road (2015), anhand der Selbstauflösung noch der Selbstauflösung bei Will Ferrell und anhand von Rechenfehlern in der Volks-Zählung im Sand (und in der Zeit) von Dunkirk (2017).

Drehli Robnik ist Theoretiker in Sachen Film & Politik, Essayist, Gelegenheitskritiker, Edutainer. "Lebt" in Wien-Erdberg. Arbeiten zur Wahrnehmung politischer und sozialer Machtverhältnisse/Subjektivierungen in öffentlichen Inszenierungen (insbes. Film/Kino, Popmusik, Public History). Doktorat Uni Amsterdam (2007). Er ist Herausgeber u.a. der Film-Schriften von Siegfried Mattl (2016). Jüngste Monografien: Film ohne Grund. Filmtheorie, Postpolitik und Dissens bei Jacques Rancière (2010), Kontrollhorrorkino: Gegenwartsfilme zum prekären Regieren (2015) und DemoKRACy: Siegfried Kracauers Politik*Film*TheorieDrehli Robnik ist Theoretiker in Sachen Film & Politik, Essayist, Gelegenheitskritiker, Edutainer. "Lebt" in Wien-Erdberg. Arbeiten zur Wahrnehmung politischer und sozialer Machtverhältnisse/Subjektivierungen in öffentlichen Inszenierungen (insbes. Film/Kino, Popmusik, Public History). Doktorat Uni Amsterdam (2007). Er ist Herausgeber u.a. der Film-Schriften von Siegfried Mattl (2016). Jüngste Monografien: Film ohne Grund. Filmtheorie, Postpolitik und Dissens bei Jacques Rancière (2010), Kontrollhorrorkino: Gegenwartsfilme zum prekären Regieren (2015) und DemoKRACy: Siegfried Kracauers Politik*Film*Theorie (erscheint 2018). https://independent.academia.edu/DrehliRobnik.

 

 

Gastvortrag "Magie und Medien um 1900" (29.5.2018)

Liebe Studierende, sehr geehrte Damen und Herren,

am Dienstag, den 29. Mai 2018 um 16 Uhr, hält Katharina Rein im Rahmen des Seminars „Are you watching closely?“ Magie im Film einen Gastvortrag zum Thema 

Magie und Medien um 1900. Zu Christopher Nolans Film THE PRESTIGE (2006)

Katharina Rein arbeitet am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie der Bauhaus-Universität Weimar (IKKM) zur Kultur- und Mediengeschichte der Zauberkunst im späten 19. Jahrhundert.  

Der Vortrag findet in Raum S 89 im Philosophikum statt. Sie sind herzlich eingeladen!

 

 

Medien.Klassiker - Begleitveranstaltung zum MA-Selbststudium (SoSe 2018)

Liebe MA-Studierende,

Das Institut bietet eine Begleitveranstaltung zum Selbststudium an:
Die Medien.Klassiker finden im Sommeremseter dienstags 18:00 im Hörsaal XII (Hauptgebäude) statt.

In dieser Veranstaltung schauen wir gemeinsam Artefakte von der Liste, die von Kolleg*innen in kurzen Impulsvorträgen eingeführt werden.

Das aktuelle Programm der MEDIEN-KLASSIKER finden Sie online im entsprechenden ILIAS-Kursordner.

 

 

Ringvorlesung "Aktuelle Perspektiven der Comicforschung" (SoSe 2018)

Mittwochs, 18.00 Uhr, Hörsaal B (Hörsaalgebäude)

 

Liebe Studierende,

hiermit laden wir Sie ganz herzlich zur Ringvorlesung "Aktuelle Perspektiven der Comicforschung" ein, die von Prof. Dr. Stephan Packart und Dr. Véronique Sina organisiert wird und im SoSe 2018 stattfindet.

Die Vorlesung setzt sich anhand eines ausgewählten Gegenstands, der Comicforschung, mit etlichen der einflussreichsten und meistversprechenden Forschungsverfahren in der aktuellen Medienkulturwissenschaft auseinander. Sie führt damit in diese Verfahren ebenso ein wie in die umfassende Erforschung einer medialen Form.

Zu den unterschiedlichen fachlichen Perspektiven, aus denen der Comic im Rahmen der einzelnen Vorträge beleuchtet wird, zählen neben grundlegenden Zugängen wie Multimodalität, Semiotik und Bildtheorie auch Partizipations- und Fankulturforschung, Kunstgeschichte und -wissenschaft und Ansätze der Intersektionalitätsforschung sowie computergestützte und kognitionswissenschaftliche Methoden zur Analyse des Comics. Aber auch der kulturellen Vielfalt des Comics wird in Vorträgen zur Mangaforschung, zur Digitalisierung und zu Aspekten der Graphic Medicine Rechnung getragen.

Die RVL findet jeweils Mittwoch von 18-20h in Hörsaal B (Gebäude 105) statt.

Die Programmübersicht finden Sie hier als PDF. Über Ihr zahlreiches Erscheinen freuen wir uns sehr.

Einen Einblick in das Feld der Comicforschung und in die RVL gibt Véronique Sina hier für das Campus-Radio.

Die Einzelinformationen zu den Vorträgen finden Sie nachfolgend. Sie werden laufend ergänzt.